Paris empfängt jedes Jahr Millionen Besucher – und die Menschenmassen locken einige Maschen an, die sich an bestimmten Orten wiederholen. Die gute Nachricht: Fast alle lassen sich leicht umgehen, wenn man sie kennt. Hier ist, was du wissen musst. Für den Rest des Landes lies unseren Frankreich-Reiseführer.
Klassische Pariser Maschen
Die „Unterschriftenliste“
Wo: rund um den Eiffelturm, den Louvre, Sacré-Cœur und Notre-Dame.
So läuft es: Jemand kommt mit einem Klemmbrett auf dich zu und bittet um eine Unterschrift für Menschen mit Behinderung oder für Kinder. Danach wird eine Spende verlangt – während ein Komplize womöglich deine Taschen durchsucht.
Was tun: „Non, merci“ sagen, nicht stehen bleiben und weitergehen.
Der Goldring
So läuft es: Jemand hebt einen „goldenen“ Ring vom Boden auf, fragt, ob du ihn verloren hast, schenkt ihn dir dann „als Glücksbringer“ und will dafür Geld. Der Ring ist natürlich wertlos.
Was tun: Den Ring gar nicht erst anfassen.
Der Armband-Trick
Wo: Montmartre, die Treppen von Sacré-Cœur.
So läuft es: Eine Gruppe beginnt blitzschnell, dir ein „Freundschaftsarmband“ ums Handgelenk zu knoten, und verlangt dann Geld dafür.
Was tun: Hände in die Taschen und Abstand zu diesen Gruppen halten. Über die Seitenstraßen oder mit der Standseilbahn zu Sacré-Cœur hinaufzufahren, umgeht den Bereich.
Das Hütchenspiel
So läuft es: Auf Brücken und belebten Straßen sollst du raten, unter welchem von drei Bechern die Kugel liegt. Die „Gewinner“ gehören meist zur Gruppe, und zu gewinnen ist praktisch unmöglich.
Fallen bei Verkehr und Tickets
- Falsche Ticketverkäufer: Halte dich von Leuten fern, die an Museums- und Turmeingängen „Tickets ohne Anstehen“ verkaufen.
- Metro-Automaten: Wer an den Automaten seine „Hilfe“ anbietet, verkauft manchmal ungültige Fahrscheine. Kauf dein Ticket selbst oder nutze die offizielle App.
- Flughafentaxis: Nimm für die Fahrt in die Stadt den offiziellen Taxistand; Angebote von Fahrern, die dich im Terminal ansprechen, sind meist überteuert und ohne Lizenz.
Hotspots für Taschendiebe
Im und vor dem Louvre, in den Warteschlangen am Eiffelturm, auf den Champs-Élysées, in der Metrolinie 1 und rund um den Gare du Nord. Das Handy nicht auf dem Tisch liegen lassen, den Rucksack vorne tragen und Innentaschen mit Reißverschluss nutzen – das sind die einfachsten Vorsichtsmaßnahmen.
Überbewertete Erlebnisse und Alternativen
- Essen auf den Champs-Élysées: hohe Preise, oft nur mittelmäßige Qualität. Probier lieber die kleinen Bistros in den Seitenstraßen des Marais oder von Saint-Germain.
- Auf den Eiffelturm steigen oder ihn ansehen? Der Turm selbst ist der Star der Pariser Skyline. Für einen Ausblick mit Turm sind der Trocadéro, der Tour Montparnasse oder die kostenlose Dachterrasse der Galeries Lafayette gute Alternativen.
- Den Louvre nur wegen der Mona Lisa besuchen: Vor dem Gemälde ist es immer voll. Wer die ruhigeren Flügel des Museums erkundet, hat deutlich mehr von seinem Besuch.
Zum Schluss
Diese Fallen zu kennen, nimmt Paris nichts von seinem Zauber – im Gegenteil, du entdeckst die Stadt viel entspannter. Geführte Touren über seriöse Anbieter: Touren in Paris.
Häufige Fragen
Ist die Pariser Metro sicher?
Grundsätzlich ja, aber auf vollen Linien und an Touristenstationen sind Taschendiebe häufig. Sei vorsichtig, wenn du dein Handy in Türnähe benutzt.
Wo kaufe ich Tickets für den Eiffelturm?
Nur auf der offiziellen Website oder über seriöse Plattformen, im Voraus und mit Zeitfenster. Kauf nichts bei Leuten, die rund um den Turm Tickets anbieten.



