
Italien empfängt jedes Jahr Millionen Besucher – und mit dem Andrang kommen einige Fallen. In diesem Artikel behandeln wir die häufigsten Situationen nach dem Schema was passiert, woran du es erkennst, was du tun kannst. Für die Planung helfen dir auch unser Italien-Reiseführer und unser Artikel mit kuriosen Fakten über Italien.
Fallen im Verkehr
ZTL: das unsichtbare Bußgeld
Die Altstädte von Rom, Florenz, Pisa, Bologna und vielen anderen Städten sind als ZTL (verkehrsbeschränkte Zonen) ausgewiesen. Fährst du mit dem Mietwagen hinein, erfassen Kameras dein Kennzeichen – das Bußgeld kann dich Monate später über die Mietwagenfirma erreichen.
Was tun: Parkplätze außerhalb der Altstädte nutzen und, wenn du mit dem Auto zum Hotel fährst, vorab fragen, ob es eine ZTL-Genehmigung organisieren kann.
Das nicht entwertete Zugticket
Papiertickets für Regionalzüge müssen vor dem Einsteigen an den Automaten am Bahnsteig entwertet werden. Ein nicht entwertetes Ticket kann bei der Kontrolle ein Bußgeld kosten.
Flughafentaxis
In manchen Städten wie Rom verlangen offizielle Taxis einen Festpreis zwischen Flughafen und Zentrum. Nimm den offiziellen Taxistand statt Fahrer ohne Lizenz, die dich im Terminal ansprechen.
Fallen auf der Straße
Der Armband- und Rosen-Trick
Vor allem an der Spanischen Treppe in Rom und auf der Piazza del Duomo in Mailand bindet dir jemand ein Band ums Handgelenk oder drückt dir eine Rose als „Geschenk“ in die Hand – und verlangt dann Geld.
Was tun: Hand nicht ausstrecken, das Geschenk nicht annehmen und weitergehen.
Falsche Ticketverkäufer und „Skip-the-line“-Schlepper
Wer vor dem Kolosseum und den Vatikanischen Museen Tickets ohne Anstehen verspricht, verlangt oft deutlich mehr als den offiziellen Preis oder steckt dich in überfüllte Gruppentouren.
Was tun: Tickets im Voraus kaufen, nur auf offiziellen Websites oder bei seriösen Plattformen.
Taschendiebe im Gedränge
Der Bus Nr. 64 in Rom, die Metrolinien, der Trevi-Brunnen und die Rialtobrücke in Venedig sind bekannte Hotspots für Taschendiebe.
Überraschungen in Restaurant und Café
- Coperto: ein Gedeckgeld pro Person (für Gedeck und Brot), sobald du dich setzt. Es ist legal, muss aber auf der Karte stehen.
- Kaffee am Tisch: Derselbe Espresso ist im Stehen an der Bar viel günstiger als am Tisch serviert. Auf Touristenplätzen kann der Unterschied enorm sein.
- Bildermenüs und Kellner, die dich von der Tür hereinwinken: meist ein Zeichen für Touristenlokale mit mäßiger Qualität und hohen Preisen.
Was tun: Geh ein, zwei Straßen von den Hauptplätzen weg – wo Einheimische essen, stimmen Preis und Qualität.
Speziell für Venedig
- Venedig verlangt an bestimmten Tagen eine Eintrittsgebühr von Tagesbesuchern. Daten und Ausnahmen findest du auf der offiziellen Website.
- Den Gondelpreis vor dem Einsteigen vereinbaren. Günstiger ist ein Traghetto – Gondelfähren, die den Canal Grande mit stehenden Fahrgästen überqueren.
- Wer in den Cafés am Markusplatz sitzt, während die Kapellen spielen, zahlt eventuell einen Aufschlag.
Überbewertete Orte und Alternativen
- Pisa nur wegen des Turms: Die meisten machen ein Foto und fahren weiter. Erkunde nach dem Turm die ummauerten Gassen des nahen Lucca.
- Cinque Terre im Hochsommer: Die schmalen Wege und Dörfer sind extrem voll; komm im Frühling oder Herbst.
- Die Amalfiküste mit dem Auto: Statt enger, verstopfter Straßen ist die Fähre schneller und schöner.
Zum Schluss
Italien genießt man am besten, wenn man etwas langsamer wird und eine Straße abseits des Trubels geht. Geführte Touren über seriöse Kanäle: Touren in Italien.
Häufige Fragen
Was ist eine ZTL?
Zona a Traffico Limitato, eine verkehrsberuhigte Zone. In den Altstädten vieler italienischer Städte werden Fahrzeuge ohne Genehmigung per Kamera erfasst und mit Bußgeld belegt.
Ist das Coperto in Italien Pflicht?
Das Coperto ist ein legales Gedeckgeld in vielen Restaurants; steht es auf der Karte, zahlst du es. Wurde zusätzlich ein Servicezuschlag berechnet, wird kein weiteres Trinkgeld erwartet.



