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Vietnam-Reiseführer: von der Halong-Bucht bis Hoi An – eine Route von Nord nach Süd

Hanoi, Halong-Bucht, Sapa, Hue, Hoi An, Ho-Chi-Minh-Stadt und Mekong-Delta – mit Klima, Einreise, Fortbewegung und Streetfood.

Boote und Felsinseln in der Halong-Bucht
Bild: Jakub Hałun · CC BY 4.0

Auf der Karte sieht Vietnam aus wie ein langes, schmales Band. Von den Bergen an der chinesischen Grenze im Norden bis zum Mekong-Delta im Süden ändern sich Klima, Landschaft, Küche und sogar die Sprechweise. In unserer Dokumentation haben wir viele Seiten Vietnams gezeigt – versteckte Dörfer, quirlige Städte, Streetfood und Traditionen. In diesem Reiseführer folgen wir der sinnvollsten Route: von Norden nach Süden.

Der Norden: Hanoi, Halong und die Berge

Hanoi

Die Hauptstadt Hanoi mit Motorradströmen, den engen Gassen der Altstadt und Tempeln an Seen ist ein idealer Einstieg in Vietnam. Die Gegend um den Hoan-Kiem-See mit Frühsport am Morgen und vollen Promenaden am Abend ist das Herz der Stadt. Hanoi ist außerdem eine der Hauptstädte des vietnamesischen Streetfoods.

Die Straße zu überqueren, wirkt anfangs beängstigend; wenn du langsam und gleichmäßig gehst, können die Motorräder deine Bewegungen einschätzen und um dich herumfahren.

Halong-Bucht

Die Halong-Bucht mit Tausenden aus dem Meer ragenden Kalksteinfelsen ist UNESCO-Welterbe und Vietnams berühmtester Anblick. Am beliebtesten ist eine Bootstour mit Übernachtung. Ruhiger geht es in der benachbarten Lan-Ha-Bucht oder in Ninh Binh (Tam Coc und Trang An) mit ähnlicher Landschaft an Land. Touren vergleichen: Touren und Aktivitäten in Vietnam.

Sapa und die Berge im Norden

Sapa im Nordwesten ist für die Reisterrassen an seinen Berghängen und die Dörfer ethnischer Minderheiten bekannt. Geführte Wanderungen zwischen den Dörfern sind der beste Weg, die Gegend kennenzulernen.

Zentralvietnam: Hue und Hoi An

Hue war die Hauptstadt der Nguyen-Dynastie; die ummauerte Kaiserstadt und die Königsgräber am Fluss stehen auf der UNESCO-Liste.

Hoi An mit gelben Kaufmannshäusern, der Japanischen Brücke und Laternen, die nachts die Gassen erleuchten, ist Vietnams romantischste Stadt. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Berühmt ist Hoi An auch für seine Schneider – maßgeschneiderte Kleidung ist in wenigen Tagen fertig.

Das nahe Da Nang mit Stränden und der Panoramastraße über den Hai-Van-Pass ist der Verkehrsknoten Zentralvietnams.

Der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang beherbergt einige der größten Höhlen der Welt und verdient für Naturfreunde einen eigenen Stopp.

Der Süden: Ho-Chi-Minh-Stadt und Mekong-Delta

Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) ist Vietnams größte und dynamischste Stadt. Französische Kolonialbauten, Museen zum Krieg und Nachtmärkte sind die Highlights. Die Tunnel von Cu Chi nahe der Stadt zeigen das im Vietnamkrieg genutzte unterirdische Netz.

Das Mekong-Delta mit schwimmenden Märkten, Flusskanälen und Obstgärten ist das fruchtbare Gesicht des Südens. Ein Besuch der Deltadörfer per Boot zeigt den Alltag der Menschen.

Die vietnamesische Küche

Das Essen allein ist schon ein Reisegrund:

  • Pho: die legendäre Nudelsuppe mit Brühe und Reisnudeln.
  • Banh Mi: ein Baguette-Sandwich, entstanden unter französischem Einfluss.
  • Bun Cha: Hanois gegrilltes Schweinefleisch mit Nudeln.
  • Frische Sommerrollen und Salate voller Kräuter.

Essen an Straßenständen gehört unbedingt zum Vietnam-Erlebnis. Volle Stände, die bei Einheimischen beliebt sind, sind meist ein verlässliches Zeichen.

Klima: beste Reisezeit

Weil Vietnam so lang ist, hat jede Region ein eigenes Klima:

RegionBeste Zeit (allgemein)
Norden (Hanoi, Halong, Sapa)Frühling und Herbst; Winter können kühl sein
Mitte (Hue, Hoi An)Frühling und Frühsommer; im Herbst Regen und Taifunrisiko
Süden (Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekong)Trockenzeit, meist Winter und Frühjahr

Auf einer Route von Nord nach Süd hast du in jeder Region anderes Wetter, egal wann du reist – pack leichte Kleidung und eine warme Schicht ein.

Praktische Infos

  • Einreise: Vietnam bietet Bürgern vieler Länder ein elektronisches Visum (e-Visum) an; einige Nationalitäten, darunter derzeit Deutschland, können für Kurzaufenthalte auch visumfrei einreisen. Prüfe die aktuellen Regeln für deinen Pass bei offiziellen Stellen.
  • Geld: Die Währung ist der vietnamesische Dong (VND). In Großstädten funktionieren Karten, für Streetfood und kleine Läden brauchst du Bargeld.
  • Fortbewegung: Zwischen Nord und Süd gibt es Inlandsflüge, Nachtzüge und Busse. In Städten sind Fahrdienst-Apps verbreitet. Flüge: Flüge nach Vietnam.
  • Internet: Eine lokale SIM oder eSIM ist einfach und günstig: eSIM-Angebote für Vietnam.

Unterkunft

Die Altstadt in Hanoi, Pensionen zu Fuß zur Altstadt in Hoi An und der zentrale Distrikt 1 in Ho-Chi-Minh-Stadt sind am praktischsten. Vietnam ist für günstige, gute Unterkünfte bekannt: Hotels in Vietnam.

Beispielroute: 14 Tage

  1. Hanoi (2 Tage)
  2. Halong- oder Lan-Ha-Bucht (1–2 Tage, Übernachtung auf dem Boot)
  3. Ninh Binh (1 Tag)
  4. Hue (2 Tage)
  5. Hoi An und Da Nang (3 Tage)
  6. Ho-Chi-Minh-Stadt (2 Tage)
  7. Mekong-Delta (1–2 Tage)

Zum Schluss

Vietnam ist ein Fest für Augen und Gaumen. Stell dir mit diesem Reiseführer deine eigene Route zusammen.

Kuriose Fakten

  1. Vietnam ist einer der größten Kaffeeproduzenten der Welt, und Eierkaffee (cà phê trứng) ist Hanois Kultgetränk.
  2. Das Land ist von Nord nach Süd lang und schmal – am selben Tag kann es im Norden kühl und im Süden heiß sein.
  3. In der Halong-Bucht liegen Tausende Kalksteininseln und -felsen.
  4. Son Doong gilt als größte bekannte Höhle der Welt.
  5. Das vietnamesische Alphabet basiert auf lateinischen Buchstaben und nutzt sehr viele diakritische Zeichen.

Worauf Sie achten sollten & Touristenfallen

  • Der Motorradverkehr ist dicht: Geh beim Überqueren der Straße gleichmäßig und selbstsicher und bleib nicht plötzlich stehen.
  • Taxis und Motorradtaxis per App zu buchen, verringert Feilschen und überhöhte Preise.
  • Halong-Bootstouren unterscheiden sich stark in der Qualität; sehr billige Angebote bedeuten meist volle Boote und kurze Routen.
  • Trink kein Leitungswasser; nutze abgefülltes oder gefiltertes Wasser.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich in Vietnam bleiben?

Mindestens zwei Wochen, um die wichtigsten Orte von Nord nach Süd zu sehen; drei Wochen sind ideal, wenn du nicht hetzen willst.

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?

Norden, Mitte und Süden haben unterschiedliche Klimazonen; Februar bis April gilt landesweit als ausgewogene Reisezeit.

Ist Vietnam günstig?

Ja. Streetfood, lokale Verkehrsmittel und Unterkünfte sind selbst für asiatische Verhältnisse oft günstig.

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