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Touristenfallen in Istanbul: worauf du achten und was du meiden solltest

Typische Touristenfallen in Istanbul: der Schuhputzer-Trick, Taxis, Barrechnungen, Teppichläden und Alternativen zu den vollsten Orten.

Ein belebter Gang im Großen Basar
Bild: Jorge Franganillo · CC BY 4.0

Istanbul ist eine der meistbesuchten Städte der Welt – und mit den Menschenmassen kommen zwangsläufig einige Touristenmaschen. Dieser Artikel soll dir keine Angst machen, sondern helfen, die Stadt selbstbewusster zu entdecken. Selbst Besucher aus der Türkei fallen manchmal darauf herein. Die Sehenswürdigkeiten findest du in unserem Istanbul-Reiseführer.

Die häufigsten Fallen

1. Die fallengelassene Bürste

So läuft es: Ein Schuhputzer vor dir lässt „aus Versehen“ seine Bürste fallen. Gibst du sie ihm zurück, bietet er dir zum Dank an, deine Schuhe zu putzen – und verlangt am Ende überraschend Geld.

Was tun: Auf die Bürste zeigen und weitergehen. Das Angebot höflich, aber bestimmt ablehnen.

2. Die Einladung „auf einen Drink“

So läuft es: Vor allem rund um Taksim und Beyoğlu spricht ein freundlicher Fremder allein reisende Männer an, plaudert mit ihnen und lädt sie in „eine Bar, die er kennt“ ein. Dort kommt eine horrende Rechnung – samt Druck, sie zu bezahlen.

Was tun: Geh nicht mit jemandem mit, den du gerade erst kennengelernt hast, sondern wähle selbst Lokale, in denen du die Preise sehen kannst.

3. Das Taxameter und der „Umweg“

So läuft es: Taxameter aus, hoher Pauschalpreis oder absichtlich lange Strecken sind die häufigsten Beschwerden.

Was tun: Vor dem Einsteigen klären, dass das Taxameter läuft, und die Route in einer Karten-App verfolgen. Wenn möglich, per App buchen. Auf der Historischen Halbinsel ist die Straßenbahn, am Bosporus die Fähre ohnehin angenehmer und schneller als ein Taxi.

4. Die „Tour“ durch Teppich- und Lederläden

So läuft es: Rund um Sultanahmet sagt dir jemand, der dir den Weg zeigen will: „Die Hagia Sophia ist gerade wegen des Gebets geschlossen, schauen wir solange im Laden meines Cousins vorbei“ – und schon steckst du in einem langen Verkaufsgespräch.

Was tun: Öffnungszeiten bei offiziellen Stellen prüfen. Wenn du einkaufen willst, dann in Läden deiner Wahl und ohne Eile.

5. Wechselstuben und Karten-Tricks

So läuft es: Manche Wechselstuben in Touristengegenden bieten sehr schlechte Kurse, und manche Restaurants schlagen vor, in deiner Heimatwährung abzurechnen – was einen schlechten Wechselkurs bedeutet.

Was tun: Kurse vergleichen und beim Kartenzahlen immer Türkische Lira wählen.

6. Das Restaurant ohne Preise

So läuft es: Speisekarten ohne Preise oder nach Gewicht verkaufte Gerichte wie der „Fisch des Tages“ können zu Überraschungen auf der Rechnung führen.

Was tun: Vor der Bestellung nach Preis und Gewicht fragen. Restaurants in der Türkei müssen ihre Preisliste gut sichtbar aushängen.

Dem Trubel entkommen: Alternativen

Manche Orte lohnen sich wirklich, aber die Massen können das Erlebnis verderben:

  • Ist die Schlange am Galataturm lang, sind der Hof der Süleymaniye-Moschee oder der Pierre-Loti-Hügel kostenlose, fantastische Alternativen für den Stadtblick.
  • Statt der İstiklal-Straße laden die Parallelstraßen und die Viertel Cihangir und Karaköy zu schöneren Spaziergängen ein.
  • Geh nach dem Großen Basar die abschüssige Mahmutpaşa hinunter, wo die Einheimischen einkaufen.
  • Statt teurer Bosporus-Touren siehst du den Bosporus viel günstiger mit den öffentlichen Fähren von Şehir Hatları.

Taschendieben aus dem Weg gehen

Die Straßenbahn, der Eminönü-Platz, die Gegend um den Gewürzbasar und die İstiklal-Straße sind am vollsten. Trag dein Handy nicht in der Gesäßtasche und den Rucksack im Gedränge vorne.

Zum Schluss

Die meisten Menschen in Istanbul sind hilfsbereit und gastfreundlich. Den oben beschriebenen Situationen ist eines gemeinsam: Jemand drängt dir etwas auf, worum du nicht gebeten hast. Ein bestimmtes „Nein, danke“ reicht meist. Wenn du lieber eine geführte Tour machst, wähle Anbieter mit lizenzierten Guides: Touren in Istanbul.

Häufige Fragen

Worauf muss ich bei Taxis in Istanbul achten?

Achte darauf, dass das Taxameter läuft, buche wenn möglich per App und denk an die offiziellen Flughafenbusse zwischen Flughäfen und Stadt.

Kann man im Großen Basar handeln?

Ja, Handeln ist normal, vor allem bei Waren ohne Preisschild. Am besten vergleichst du die Preise in mehreren Läden.

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