
Manche griechischen Inseln liegen so nah an der Türkei, dass man sie von der türkischen Küste aus mit bloßem Auge sieht. Und doch, wie der Untertitel unserer Dokumentation andeutet, sehen sich selbst enge Nachbarn selten so genau. Vom Parthenon zu den Felsenklöstern von Meteora, vom Wrack am Navagio-Strand bis zu den weniger bekannten Inseln der Ägäis verbindet Griechenland 4.000 Jahre Geschichte mit türkisfarbenem Meer.
Athen: Antike und Moderne Seite an Seite
Die meisten Reisen beginnen in Athen. Akropolis und Parthenon thronen auf einem Hügel, der von überall in der Stadt zu sehen ist. Gleich darunter zeigt das Akropolismuseum die Originalskulpturen vom Hügel. Die engen Gassen der Altstadt Plaka, die weißen Häuser von Anafiotika, die an ein Inseldorf erinnern, und der Lykabettus zum Sonnenuntergang sind klassische Stopps.
Zwei großartige Tagesausflüge bieten sich an: Delphi, das Orakelzentrum der antiken Welt, und der für seine Sonnenuntergänge berühmte Poseidontempel von Sounion.
Der Norden: Meteora und Thessaloniki
Eine der eindrucksvollsten Szenen unserer Dokumentation ist Meteora. Klöster auf riesigen Felssäulen bilden einen spirituell wie landschaftlich einzigartigen Anblick. Jedes Kloster hat andere Besuchstage, und es gilt eine Kleiderordnung (Schultern und Knie bedeckt).
Thessaloniki mit dem Weißen Turm, byzantinischen Kirchen und lebhafter Uferpromenade ist Griechenlands zweitgrößte Stadt und ein natürlicher Ausgangspunkt, wenn du über Land aus der Türkei kommst.
Die Inseln: Welche passt zu dir?
- Santorini: Blick auf die Vulkancaldera, weiße Häuser und blaue Kuppeln. Der Sonnenuntergang in Oia ist berühmt, aber sehr voll; in Imerovigli findest du ruhigere Plätze.
- Kreta: Griechenlands größte Insel mit dem minoischen Palast von Knossos, den Stränden Balos und Elafonisi und der Samaria-Schlucht.
- Zakynthos: Navagio-Strand und Blaue Grotten; zum Strand geht es meist per Boot.
- Naxos und Paros: die ruhigere, günstigere Seite der Kykladen.
- Rhodos, Lesbos, Chios: nah an der Türkei und ideal für Kurztrips.
Inseltouren und Bootsausflüge: Aktivitäten in Griechenland.
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September–Oktober sind Griechenlands goldene Jahreszeiten. Im Juli und August sind die Inseln am vollsten, und der Meltemi-Wind in der Ägäis kann Fährverbindungen stören. Im Winter schließen die meisten touristischen Betriebe auf den Inseln – dann sind Athen und der Norden die bessere Wahl.
Fortbewegung
Die Inseln erreichst du per Fähre (von den Athener Häfen Piräus und Rafina) und mit Inlandsflügen. Beim Inselhopping sparst du Zeit, wenn du innerhalb einer Inselgruppe bleibst. Auf dem Festland ist ein Mietwagen praktisch, um Meteora und Delphi zu verbinden. Flüge: Flüge nach Griechenland.
Unterkunft
In Athen liegen die Viertel Plaka, Monastiraki und Koukaki zu Fuß zur Akropolis. Auf den Inseln erleichtert eine Unterkunft nahe dem Hafen die Fährtage: Hotels in Griechenland.
Was essen?
Vieles erinnert an die türkische Küche: Moussaka, Dolmadakia, Souvlaki, Horiatiki (Bauernsalat) und Tzatziki. Auf den Inseln dominieren frische Meeresfrüchte, auf Kreta Gerichte mit viel Olivenöl und Wildkräutern.
Beispielroute: 10 Tage
- Tag 1–3: Athen und Delphi.
- Tag 4–5: Meteora.
- Tag 6–10: mit der Fähre nach Naxos und Santorini.
Kuriose Fakten
- Griechenland hat mehr als 6.000 Inseln und Inselchen, doch nur ein kleiner Teil davon ist bewohnt.
- Die Meteora-Klöster wurden auf Hunderte Meter hohen Felssäulen erbaut; früher gelangte man nur mit Seil und Korb hinauf.
- Griechenland ist die Wiege der Olympischen Spiele, und auch die ersten modernen Spiele fanden 1896 in Athen statt.
- Der Großteil des Landes ist gebirgig, trotzdem ist kein Ort in Griechenland sehr weit vom Meer entfernt.
- Der Navagio-Strand (Schiffswrackstrand) auf Zakynthos verdankt seinen Namen dem Wrack, das im Sand liegt.
Worauf Sie achten sollten & Touristenfallen
- Im Sommer sind Santorini und Mykonos sehr voll und teuer; ruhiger wird es auf Inseln wie Naxos, Milos oder Paros.
- Bei Wind können Fähren ausfallen oder sich verspäten; plane, einen Tag vor deinem Rückflug wieder auf dem Festland zu sein.
- Wenn du auf den Inseln Quads oder Roller mietest, prüfe Führerscheinregeln und Versicherung; auf engen, kurvigen Straßen passieren häufig Unfälle.
- Die Hitze an antiken Stätten ist zermürbend; geh zur Öffnungszeit hinein und nimm Wasser und Hut mit.
Visum & Einreise
Griechenland gehört zum Schengen-Raum. Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz reisen mit Personalausweis bzw. Identitätskarte oder Reisepass ein. Andere Staatsangehörige, etwa türkische Staatsbürger, brauchen in der Regel ein Schengen-Visum; für einige Ägäisinseln gibt es für sie jedes Jahr ein neu aufgelegtes Sommerprogramm mit Visum bei Ankunft. Prüfe Umfang und Termine vor der Reise bei offiziellen Stellen.
Visa- und Einreisebestimmungen hängen von Ihrem Reisepass ab und ändern sich häufig. Prüfen Sie vor der Reise immer die aktuellen Vorgaben bei den offiziellen Stellen des Ziellandes und die Reise- und Sicherheitshinweise Ihres eigenen Landes (für Deutschland: Auswärtiges Amt, für Österreich: BMEIA, für die Schweiz: EDA).
Häufige Fragen
Welche Insel eignet sich für den ersten Griechenland-Besuch?
Santorini für die Aussicht, Kreta für Strände und Geschichte und Naxos für einen ruhigeren, günstigeren Aufenthalt. Lesbos, Chios und Rhodos vor der türkischen Küste lassen sich gut mit einer Türkeireise verbinden.
Wie viele Tage sollte ich in Athen einplanen?
2–3 Tage reichen für Akropolis, Plaka und die Museen; plane einen weiteren Tag für einen Ausflug nach Delphi oder Sounion ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Griechenland?
Mai–Juni und September–Oktober: Das Meer ist warm genug zum Baden, Andrang und Preise sind moderater als im Juli und August.



